bis zu den Olympischen Spielen in Tokio!


bis zu den Paralympischen Spielen in Tokio!


Bundesministerium des Innern
 
Große Vorfreude auf die Paralympischen Spiele von Rio

Mit großer Vorfreude bestiegen die vom Olympiastützpunkt Rheinland-Pfalz / Saarland betreuten Sportlerinnen und Sportler den Flieger Richtung Rio. Es ist eine Mischung aus jungen und erfahrenen Athleten, die vom 7. bis 18 September an den ersten Paralympischen Spielen in Südamerika teilnimmt und sich teilweise große Hoffnungen auf einen Podestplatz macht. Insgesamt werden 155 deutsche Sportlerinnen und Sportler in Brasilien an den Start gehen bei den Los Juegos Paralímpicos de Río de Janeiro 2016. Der OSP drückt allen Teilnehmern die Daumen.


Riesenpech hatte Hannelore Brenner. Die Dressurreiterin und überaus erfolgreiche Paralympics-Starterin musste wegen einer Verletzung ihres Pferdes kurzfristig absagen. Claudia Schmidt (ebenfalls IG Therapeutisches Reiten Rhein-Main e.V.) wurde nachnominiert.

Leichtathletik

Mit dabei sind vier Leichtathletinnen vom paralympischen Trainingsstützpunkt Saarbrücken. Claudia Nicoleitzik und ihre Schwester Nicole sowie Vanessa Braun kommen aus dem Saarland, aber auch Maike Hausberger (Trier) wohnt und trainiert häufig am OSP in Saarbrücken. Das Quartett wird u.a. in Leistungsdiagnostik betreut und erhält physiotherapeutische Behandlungen.
Die erfahrenste und bisher erfolgreichste Sportlerin des Quartetts ist Claudia Nicoleitzik mit 26 Jahren. Im Sprint über 100 und 200 m hat die Saarländerin vom TV Püttlingen bereits je zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen bei den Paralympics gewonnen. Ihr Ziel ist auch diesmal eine Medaille im Sprint. Sie läuft Einzel und Staffel. Für ihre fünf Jahre jüngere Schwester Nicole Nicoleitzik, die in der Klasse TF 38 über die 100 Meter und beim Weitsprung startet (Claudia in der TF 36) sind es die ersten Paralympischen Spiele, Aufregung und Vorfreude sind entsprechend riesig. Bei den Junioren hat es bisher bei größeren Wettkämpfen gut geklappt. Vor zwei Jahren wurde Nicole beispielsweise Weitsprung-Weltmeisterin bei den Junioren und gewann Gold mit der 4x100-Meter-Staffel.
Vanessa Braun ist gerade 18 Jahre jung und seit 2011 Leistungssportlerin trotz Ataxie und einer Sehbehinderung. Sie startet in der gleichen Klasse wie Nicole Nicoleitzik und auf Bundesebene ebenfalls für den TV Püttlingen. Auch sie ist Sprinterin, 2016 war sie WM-Dritte über 100 m, 2015 Weltmeisterin im Weitsprung. Für Vanessa ist es natürlich die Olympia-Premiere und sie hofft, dass eine Oberschenkelverletzung aus der Vorbereitung sie nicht mehr beeinträchtigt.
Vom PSV Trier kommt Maike Hausberger, die auf den Tag drei Jahre älter als Vanessa Braun ist und 2016 Junioren-Weltmeisterin wurde. Vor vier Jahren war sie  in London bereits unter den Aktiven, wurde u.a. Fünfte über 400 m. Im Weitsprung stellte sie jüngst einen Hausrekord auf (4,16m) und will auch in Rio möglichst in der Spitzengruppe landen. Die Läuferin und Werferin startet aufgrund einer halbseitigen unvollständigen Lähmung in der Klasse T37,
Mathias Mester hat ein Motto: klein anfangen, groß rauskommen. Bisher hat der kleinwüchsige Leichtathlet mit dem offenen und humorvollen Charakter das in seiner sportlichen Laufbahn prima umgesetzt. Silber im Kugelstoßen in Peking, mehrfacher Weltmeister und Europameister war er schon, jetzt will er sich in Rio wieder belohnen. Der Rote Teufel vom 1. FC Kaiserslautern hofft im Speerwerfen auf eine Medaille und träumt vom großen Wurf, von Gold. Während der Spiele wird er 30 Jahre alt.

Rollstuhlbasketball

Gewissermaßen ein alter Hase ist Rollstuhlbasketballer Dirk Passiwan von den Dolphins Trier. Der 39-Jährige ist Kapitän der deutschen Mannschaft und gilt noch immer als einer der besten Rollstuhlbasketballer der Welt. 18-mal schon war er Topscorer der Basketball-Bundesliga. In der Vorbereitung nutzte er auch die fachmännische Betreuung durch OSP-Physiotherapeut Sebastian Bethge (Trier), der mithalf, seine angeschlagene Schulter zu stärken. In Peking kam die deutsche Mannschaft mit Passiwan auf Rang fünf, in London (2012) auf Rang sechs - und diesmal?

Sitzvolleyball

Heiko Wiesenthal ist der Kapitän der deutschen Mannschaft und peilt das Großereignis von Rio als den Höhepunkt zum Karriereende an. Der Routinier von der BSG Emmelshausen holte mit der Nationalmannschaft bereits Bronze bei den Paralympics in London. Eine Medaille zum Abschluss, das wäre für den Ergotherapeuten ein krönender Abschluss e8ner erfolgreichen Laufbahn  als Leistungssportler. Mit dabei ist Wiesenthals Vereinskollege Barbaros Sayilir. Der 27-Jährige war bereits 2012 im erfolgreichen Team an Bord. In der Sportschule Tailfingen (Schwäbische Alb) hat Bundestrainer Rudi Sonnenbichler seinen Jungs nochmal den letzten Feinschliff verpasst. Der OSP wünscht auch diesen beiden Sportlern viel Glück für Rio.
TV-Sendezeiten finden sich hier:
http://www.deutsche-paralympische-mannschaft.de/fileadmin/user_upload/Postkarte_TV_Zeiten_Downlaod.jpg

 

 

31.08.2016 |
 

 
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