bis zu den Olympischen Spielen in Tokio!


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Rio: Daumendrücken auch für die nächsten Tage

Die erste Woche der Olympischen Spiele von Rio, sie hat der deutschen Mannschaft alles geboten, was Olympia ausmacht. Jubel, Medaillen, Überraschungen, tolle Platzierungen, aber auch leider frühes Scheitern und Tränen der Enttäuschung. Daumendrücken heißt es weiter für die Athletinnen und Athleten vom Olympiastützpunkt Rheinland-Pfalz / Saarland. Einige haben ihre Wettbewerbe schon beendet, die meisten steigen noch ins Rennen ein. Eine Bilanz nach der ersten Wettkampfwoche.


Fechten

Für Peter Joppich waren es die vierten Olympischen Spiele. Der Koblenzer Florettfechter ist seit über zehn Jahren Weltspitze und hat sich auch 2016 wieder aussichtsreich in Position gebracht. Das Viertelfinale hatte er sich mindestens vorgenommen, doch im Achtelfinale kam das knappe Aus. Hier verlor Joppich gegen den Italiener Giorgio Avola 13:15 und wurde am Ende Neunter. Zuvor hatte er den Franzosen Enzo Lefort 15:13 geschlagen und seine berühmte Nervenstarke bewiesen, als er einen 4:9-Rückstand gedreht hatte. Trost für den 33-jährigen: erst vor wenigen Wochen wurde er Vater einer Tochter.

Rudern

Die Ruderwettbewerbe von Rio werden in die olympische Geschichte eingehen. Heftige Winde peitschten das Wasser auf, es regnet dazu, optimalen Bedingungen sehen anders aus. Teilweise schaukelten die Boote wie auf hoher See. Auch der Wettkampfkalender wurde durcheinander gewirbelt.
Die Mainzer Leichtgewichtsruderer Jason Osborne und Moritz Moos erlebten bei ihrer ersten Olympiateilnahme Freud und Leid. Im ersten Rennen verpassten sie die direkte Qualifikation in die nächste Runde und mussten in den Hoffnungslauf. Den gewann das Duo souverän und kontrollierte das Feld. Im Halbfinale hätte alles passen müssen, aber dort war für den leichten Zweier trotz eines guten Starts Endstation. Osborne/Moss diesmal chancenlos. Platz fünf hieß es in der Vorschlussrunde, Rang drei wäre nötig gewesen. Rang drei im B-Finale ist nur ein kleiner Trost. Enttäuschung auch bei Stützpunkttrainer Robert Sens, der das Abschneiden nun in Ruhe analysieren möchte. Aber die beiden Ruderer sind noch jung, das muss nicht der letzte Olympiastart gewesen sein.
Ähnlich erging es Tobias Franzmann im leichten Vierer. Der Saarbrücker musste mit seiner Crew ebenfalls in den Hoffnungslauf. Platz zwei macht Hoffnung auf mehr, doch im nächsten Rennen war die Konkurrenz zu stark. Platz sechs im Habfinale bedeutet das Ende aller Hoffnungen aufs Finale. Im B-Finale zeigte das deutsche Quartett um Tobias Franzmann aber seine Stärke und belegte am Ende dank eines starken Schlussspurts auf den letzten 500 m Rang drei, was in der Addition aller Boote Platz neun bedeutet.
Der Trierer Richard Schmidt ist mit dem Achter noch im Rennen und ein ganz heißes Eisen im Medaillen-Feuer. Das deutsche Paradeboot fühlt sich durch das Doppelgold der Vierer (Frauen und Männer) motiviert und will sich am Samstag seinen Traum von Gold erfüllen.

Schwimmen

Für den deutschen Schwimmverband waren die Spiele von Rio bisher eine herbe medaillenlose Enttäuschung. Aus den Reihen des OSP Rheinland-Pfalz/Saarland sprangen Annika Bruhn und Christoph Fildebrandt ins Wasser. Der Saarbrücker startet im Einzel über 200 m Freistil und  schied auf Platz 28 in 1:47,81 Minuten aus. Seine erste Reaktion: „Ich war sehr nervös, aber es hat unheimlich Spaß gemacht. Ich wäre gerne ins Halbfinale geschwommen.“ Der Fokus lag danach auf der Staffel, doch das Team um Paul Biedermann  musste sich mit Rang sechs begnügen. Ein wenig hatte das Männer-Quartett des DSV vor den Olympischen Spielen mit Edelmetall über 4x200 m Freistil geliebäugelt.
Annika Bruhn (1:59,28 Minuten) verpasste mit der Frauenstaffel über 4x200m Freistil die Qualifikation fürs Finale. So stand am Ende Platz 12 zu Buche. Im Einzel wurde es Rang 20 für die Athletin der SSG Saar Max Ritter. Hier schlug sie nach 1:58,48 Minuten an. Das war stark, nie zuvor war die Deutsche Meisterin schneller geschwommen. Ein persönlicher Rekord gelang bisher wenigen Athleten des DSV. „Für das Weiterkommen hätte ich aber noch zwei Sekunden schneller schwimmen müssen“, sagte die 23-jährige Freistilschwimmerin realistisch. Am Freitagabend stand noch die 4x100 m Staffel an

Badminton

Zum Auftakt im Badmintonwettbewerb hat Michael Fuchs vom BC Saarbrücken- Bischmisheim mit seiner Partnerin Birgit Michels eine knappe Niederlage hinnehmen müssen. Das deutsche Mixed unterlag trotz einer  "Weltklasseleistung" (Chef-Bundestrainer Holger Hasse)- den favorisierten Chinesen Zhan Nan und Zhao Yunlei knapp in zwei Sätzen. Abends ging es dann für Micheal Fuchs und seinem Doppelpartner Johannes Schöttler weiter. Leider ging hier das Match – trotz massiver Gegenwehr – gegen das malayischen Herrendoppel verloren.
Am 12. August. startet der Einzelspezialist Marc Ziebler ins Turnier: gegen den Iren Scott Evants, gegen den Marc schon bei den olympischen Spielen in Peking starten musste…und damals gewann: gleiches ist auch diesmal geplant.

Übersicht der Wettkämpfe

In diesen Sportarten geht es für OSP-Sportler aktuell oder in den nächsten Tagen weiter:
Badminton                                           
Birgit Michels/Michael Fuchs (Mixed, 12. August)
Johannes Schöttler/Michel Fuchs (Doppel, 12. August)
Marc Zwiebler  (Einzel, 12. August)
Gewichtheben
Jürgen Spieß (bis 105kg, 15. August)
Almir Velagic (über 105kg, 16. August)
Judo
Jasmin Külbs (12. August)
Leichtathletik
Raphael Holzdeppe (Stabhochsprung, 13. August)
Christin Hussong (Speerwurf [Qualifikation], 17. August)
Kai Kazmirek (Zehnkampf, 17./18. August)
Laura Müller
Lisa Ryzih (Stabhochsprung, 16. August)
Julian Weber (Speerwurf [Qualifikation], 18. August)
Bahn-Radsport
Miriam Welte (Bahnrad-Teamsprint, 12. August)
Ringen
Denis Kudla (Griechisch-Römisch, Mittelgewicht, 14. August)
Rudern
Richard Schmidt (Deutschland-Achter, 13. August)
Triathlon
Anne Haug

Alle nominierten Sportler des OSP Rheinland-Pfalz / Saarland auf einen Blick

Zeitpläne der Wettkämpfe: Sportstiftung Saar  LSB RP / Sportschau

12.08.2016 |
 

 
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