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Bundesministerium des Innern
 
Drei Medaillen und 15 Top-Ten-Platzierungen

Die Olympischen Spiele von Rio sind vorbei und lieferten viele unvergessene Momente. Der Olympiastützpunkt Rheinland-Pfalz / Saarland fieberte mit den von ihm betreuten Sportlerinnen und Sportlern intensiv mit, freute sich am Ende über die Medaillen für Richard Schmidt (Silber im Ruder-Achter), Miram Welte (Bronze im Bahnrad-Teamsprint) und Denis Kudla (Bronze im Ringen, griechisch-römisch bis 85 kg) sowie zahlreiche Ränge in den vorderen Reihen. Allein 15 Top-Ten-Platzierungen wurden verzeichnet und oft fehlten nur Zentimeter, Sekunden oder wenige Punkte und etwas Glück, um noch mehr rauszuholen oder das Finale zu erreichen.


Das Abschneiden der letzten Wettkampfwoche:

Leichtathletik

Die Zehnkämpfer sind die Könige der Athleten, und um ein Haar hätte Kai Kazmirek einen Platz auf dem Podest erobert. Mit 8580 Punkten landete der Mehrkämpfer von der LG Rhein-Wied auf dem vierten Platz, 86 Punkte fehlten nur zu Bronze. Nach dem ersten Tag hatte er noch auf Rang zwei gelegen. Dennoch: ein starker Auftritt, bei der Kazmirek seine persönliche Bestleitung um 100 Punkte übertraf und in drei Disziplinen Hausrekorde aufstellte. Das gelingt nicht vielen deutschen Sportlern in Rio. „Ich habe mein Bestes gegeben, und wenn das eben für den vierten Platz reicht, dann bin ich damit sehr zufrieden“, sagte Kazmirek, „es hat viel Spaß gemacht, hier zu starten “.
Nicht nach Wunsch und unglücklich lief es teilweise für die anderen Starter in der Leichtathletik. Speerwerfer Julian Weber (USC Mainz) hatte ein tolles Jahr hinter sich, warf in der Quali auch souverän 84,46 Meter, doch beim Endkampf musste er knapp nach drei Versuchen die Segel streichen. Er verpasste das Finale als Neunter mit 81,36 m. Dennoch durfte Weber am Ende mitjubeln: der Jenaer Thomas Röhler wurde Olympiasieger und knackte die 90-m-Marke.
Neunte wurde auch Laura Müller mit der deutschen 4x400-m-Staffel. Das deutsche Quartett kam in 3:26,02 Minuten als Fünfte ihres Halbfinals ins Ziel und verpasste mit Saisonbestleistung um 31 Hundertstelsekunden den Sprung in den Endlauf. Stabhochspringerin Lisa Ryzih (ABC Ludwigshafen) wählte das Risiko um Kräfte zu sparen. Sie ließ nach übersprungenen 4,50 m die 4,60 m aus und schaffte die 4,70 m in drei Versuchen aber leider nicht – Rang zehn war die dann logische Folge.
Weitspringerin Sosthene Moguenara (LAZ Saarbrücken) war mit der Empfehlung von 7,16 m, aber auch mit der Hypothek einer frisch überstandenen Verletzung nach Rio geflogen. Es reichte beim Olympia-Debüt nicht ganz unerwartet nicht mehr zu dem ganz großen Sprung, das Resultat: Platz zehn mit der Weite von 6,61 m, was im ersten Moment bei ihr und Bundestrainer Uli Knapp (Stützpunkt Saarbrücken) keine Begeisterung auslöste. Dennoch sei Rio „eine große Erfahrung und unvergesslich“ gewesen, schrieb sie auf Instagram.
Auch Raphael Holzdeppe wurde durch eine Verletzung im Vorfeld weit zurückgeworfen, gab im Vorfeld alles, um den Start möglich zu machen. Doch in der Qualifikation kam mit 5,45 m das Aus. Der Stabhochspringer vom LAZ Zweibrücken war enttäuscht. Es hat so nicht zu mehr gereicht, Platz 26 für den Pechvogel der Saison sicher kein Maßstab.
Im Speerwerfen hatte sich Christin Hussong (LAZ Zweibrücken) einiges ausgerechnet. Die Deutsche Meisterin meisterte die Quali mit 62,17 m, beim Wettkampf lief dann mit 57,70 m wenig zusammen, Rang zwölf, das Wettkampfende kam für sie leider nach drei Versuchen.

Gewichtheben

Die beiden Gewichtheber vom AV  Speyer mussten sich bärenstarker Konkurrenz stellen. Jürgen Spieß wird am Ende bei seiner dritten Olympia-Teilnahme Zehnter in der Klasse bis 105 kg, zeigte sich mit seiner Leistung (390kg) zufrieden. Schwergewichtler Almir Velagic war ebenfalls chancenlos im Kampf um die Medaillen. In der Königsklasse über 105 kg wurde der 34-Jährige mit einem Zweikampfwert von 420 kg Neunter. Heiß diskutiert wurde in Rio abermals das Thema Doping, bei dem immer wieder Athleten und Trainer aus bestimmten anderen Ländern in den Fokus rücken.

Badminton

Die deutschen Badmintonspieler hatten gehofft, an einer Medaille schnuppern zu können. Mit Platz neun für Michael Fuchs  (BC Bischmisheim) im Doppel mit seinem Vereinspartner Johannes Schöttler sowie im Mixed mit Birgit Michels (1. BC Beuel) sprangen schließlich drei Top-Ten-Platzierungen raus. Michael Fuchs/Johannes Schöttler belegten in ihrer Gruppe  nach einem Sieg gegen ein amerikanisches Duo und zwei Niederlagen Tabellenrang drei, an der Seite von Birgit Michels kam Fuchs auf Tabellenrang vier nach den Gruppenspielen im Mixed. Gar nicht zufrieden war Marc Zwiebler, der das Auftaktmatch gegen den Iren Scott Evans in drei Sätzen verlor, danach durch einen Sieg gegen den  Brasilianer Ygor Coelho de Oliveira nichts mehr retten konnte. Das Achtelfinale fand dann ohne den 32-Jährigen Routinier statt, der sich mehr ausgerechnet hatte als Platz 17. „Ich bin leider oft zu unkonstant in meinen Leistungen und hätte hier in Rio gerne mehr zurück gegeben an diejenigen, die mich unterstützt haben“, meinte der Deutsche Meister vom 1. BC Beuel selbstkritisch. „Unser Fazit fällt zweigeteilt aus: Zum einen ist da natürlich die Enttäuschung, weil wir die von uns gesteckten, hohen Ziele – nämlich in Richtung einer Medaille zu kämpfen – nicht erreicht haben. Andererseits haben wir viele gute Leistungen gebracht. Diese haben zwar nicht unbedingt zu einem Sieg geführt, aber wir waren häufig an unserer Bestleistung dran“, fasste Chef-Bundestrainer Holger Hasse das deutsche Abschneiden zusammen.
Quellen: u.a. sportschau.de, badminton.de

25.08.2016 |
 

 
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