bis zu den Olympischen Spielen in Tokio!


bis zu den Paralympischen Spielen in Tokio!


 
OSP-Athleten mit guter Bilanz bei den Paralympischen Spielen

Drei Medaillen und sieben weitere Platzierungen in den Top Ten – die Bilanz der Paralympischen Spiele von Rio kann sich aus Sicht des Olympiastützpunktes Rheinland-Pfalz/Saarland sehen lassen. Medaillen holten Leichtathletin Claudia Nicoleitzik mit Silber und Bronze im Sprint sowie Claudia Schmidt im Dressurreiten mit der Mannschaft (Silber). Eine weitere Erkenntnis lässt sich aus dem Großereignis definitiv ziehen: das internationale Teilnehmerfeld wird größer und stärker, Teilnehmer aus 75 Ländern holten sich Medaillen und trainieren teilweise unter Profibedingungen.


Beliebtes Fotomotiv: die olympischen Ringe in Rio

Erst einen Tag vor dem Abflug nach Rio hatte Claudia Schmidt (IG Therapeutisches Reiten Rhein-Main e.V.) von ihrem Einsatz erfahren, doch die Dressurreiterin behielt die Nerven und gewann mit dem deutschen Para-Team (grade Ia-V) die Silbermedaille hinter Großbritannien. In der Einzelwertung erreichte Claudia Schmidt im Championship Test grade II Platz elf. Die zuvor stets erfolgreiche Hanne Brenner hatte kurz zuvor wegen einer Verletzung ihres Pferdes absagen müssen.
Leichtathletin Claudia Nicoleitzik (TV Püttlingen) lief in der Klasse T36 gleich zwei Mal aufs Treppchen. Erst holte sie in Bestzeit (14,64 Sekunden) Silber über 100 m, dann legte sie mit Bronze über die 200-m-Strecke nach. Über 100 m war nur die Argentinierin Yanina Andrea Martinez (14,46 s) schneller. Über 200 m musste sich die 26-Jährige Saarländerin in 31,13 Sekunden der starken Siegerin Shi Yiting aus China (28,74 s) und der Südkoreanerin Jeon Min Jae geschlagen geben. Es war die insgesamt sechste Paralympics-Medaille für Nicoleitzik.
In der 4x100 m Staffel (T35/38) sprang Rang vier für das deutsche Quartett heraus, über den sich auch Claudias jüngere Schwester Nicole und Vanessa Braun (beide TV Püttlingen) freuen durften. Im Weitsprung wurde Nicole Zehnte, Vanessa 13. Maike Hausberger vom PSV Trier, die ebenfalls am Stützpunkt Saarbrücken trainiert, machte es an der Weitsprunggrube (F37) besser, landete auf 4,06 m und verpasste dennoch als Vierte leider die Medaille. 24 Zentimeter fehlten am Ende zu Bronze. Über 400 m wurde sie Neunte. Speerwerfer Mathias Mester (1. FC Kaiserslautern) hatte mit einer Medaille geliebäugelt, warf auch mehrfach knapp an die 40-m-Marke, doch ihm fehlte in einer starken Konkurrenz ein Ausrutscher nach oben. Die erzielten 39,99 m bedeuteten in der Klasse F41 den fünften Platz.
Die deutschen Sitzvolleyballer um Kapitän Heiko Wiesenthal und Barbaros Sayilir (beide BSG Emmelshausen) mussten sich im entscheidenden Match um den Einzug ins Halbfinale Gastgeber Brasilien mit 1:3 beugen. Im Spiel um Platz fünf verloren Wiesenthal und Co. 1:3 gegen die Ukraine und wurden Sechste. Die Rollstuhlbasketballer um den Routinier Dirk Passiwan (RSC Rollis Trier) mussten ihre Medaillen-Hoffnungen nach einer 66:70-Niederlage im Viertelfinale gegen Spanien begraben. Im Spiel um Platz sieben verlor das deutsche Team gegen die Niederlande und beendete die Spiele auf Rang acht.
Nach dem Abschluss der ersten paralympischen Spiele auf südamerikanischen Boden richten OSP und die von ihm betreuen Sportler und Sportlerinnen den Blick bereits in die Zukunft. In vier Jahren finden die Paralympics in Tokio statt.

20.09.2016 |
 

 
© 2009 Olympiastützpunkt Rheinland-Pfalz / Saarland