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Tipps und Tricks beim Medienseminar

Im Mainzer Bootshaus wurden Ruderer von Profis geschult. Eine Übung betraf das Verhalten vor der Kamera

Ruderer Moritz Moos beim Interview

Ruderer Moritz Moos bei einer Interview-Übung

Der Umgang mit den Medien und der Öffentlichkeit will gelernt sein, denn nicht jedem Sportler ist ein professionelles Verhalten vor einer Fernsehkamera in die Wiege gelegt. Das lässt sich üben, dachten wir uns vom Olympiastützpunkt Rheinland-Pfalz/Saarland mit Blick auf das Olympiajahr 2016 und haben bei einem Medienseminar der Stiftung Deutsche Sporthilfe in Mainz acht Kadersportler an den Start geschickt.

Im Olympiajahr 2016 werden viele Athleten mehr als üblich Journalisten Rede und Antwort stehen. Oder etwa bei Sponsorenveranstaltungen gefragt sein. Wie stelle ich mich vor eine Kamera, wohin schaue ich, wie präsentiere ich mich auf einer Bühne, welche Mimik sollte ich besser lassen? Acht Ruderer vom Bundesstützpunkt Nachwuchs (BSPN) bekamen im zweitägigen Medienseminar Antworten auf diese und viele weitere Fragen mehr.

Die Referenten Marina Failing (Moderatorin und freie Redakteurin bei SKY) und Volker Michel (ehemaliger Handball-Nationalspieler und professioneller Medientrainer) führten mit vielen praktischen Übungen durch das Basisseminar im Mainzer Bootshaus. Angeregt wurde die Fortbildung von Nina Reermann und Frank Grimm, den beiden Laufbahnberatern am OSP Rheinland-Pfalz-Saarland/Saarland. Sie holten dafür u.a. Moritz Moos und Jason Osborne vom Mainzer Ruder-Verein als Teilnehmer ins Boot. Die beiden Leichtgewichts-Ruderer sind mit ihrer Bootskategorie bereits für Olympia qualifiziert. Das Duo bekam einen medialen Vorgeschmack auf die Spiele in Rio, wo allein Tausende Journalisten akkreditiert sein werden.

 „Ich fand das Seminar sehr toll“, sagte Moritz Moos begeistert, „dabei hatte ich ehrlich gesagt zuvor nicht erwartet, dass mir das noch irgendwas bringt, weil ich ja vorher schon öffentlich aufgetreten bin. Aber jetzt hätte ich mir gewünscht, dass ich sowas schon früher mal gehabt hätte. Und abgesehen vom Inhalt, war es eine super familiäre Atmosphäre. Es hat wirklich viel Spaß gemacht und war rundum super.“

Moos und die anderen Ruderer übten Interview- und Präsentationssituationen mit und ohne Kamera und bekamen direkt Feedback von den Profis. Körperhaltung, Körpersprache, Rhetorik oder der Umgang mit unvorbereiteten Fragen und Situationen – auch für bereits medienerfahrene Sportler war das Seminar lehrreich. Dabei ging es dem OSP und den Referenten in keinen Fall darum, die Natürlichkeit der Sportler zu verändern oder Standardantworten einzuüben. „Wir wollen den Sportlern mit dem Medienseminar zeigen, wie sie sich gegenüber Medien und bei anderen öffentlichen Auftritten authentisch, angstfrei und verständlich geben. Dabei können schon kleine Tipps und Tricks viel bewirken. Dafür war die Veranstaltung eine tolle Hilfe“, sagte Nina Reermann und schließt weitere Kurse nicht aus.

07.01.2016 |
 

 
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