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Biomechanik Verfahren: Die biomechanische Diagnostik umfasst sowohl die Messverfahren selbst, als auch die theoretisch fundierte Weiterverarbeitung und mechanische Analyse der unmittelbaren Messergebnisse. Dabei ist die biomechanische Untersuchung an die Bestimmung mechanischer Größen gebunden, die als messbare Eigenschaften des menschlichen Körpers und seiner Bewegungen (Teilbewegungen) gegeben sind. Die biomechanischen Messverfahren können dabei nach der Art der gemessenen Größen eingeteilt werden. Verfahren, die zur Bestimmung von Länge, Zeit und den daraus abgeleiteten Grössen wie Geschwindigkeit und Beschleunigung eingesetzt werden, bezeichnet man als kinemetrische Verfahren. Des weiteren werden Verfahren zur Bestimmung der dynamischen Größe Kraft (dynamometrische Verfahren) und den daraus ableitbaren Größen wie bspw. Drehmoment, Drehimpuls unterschieden. Die Bestimmung von Körperbaumerkmalen u.a. von Körperschwerpunkt (KSP) und Massenträgheitsmoment erfolgt in der biomechanischen Anthropometrie. Die Erfassung der muskulären Aktivität ist die Aufgabe der Elektromyographie. Baumann (1989, 99) fasst diese vier Säulen der biomechanischen Messtechnik in folgendem Schema zusammen:
Die Dynamometrie
oder die dynamometrischen Verfahren dienen der direkten Bestimmung/Messung
von äußeren Kräften, d.h. von Kräften, die an der
Peripherie (meist an den Extremitäten) des Körpers als Reaktionskräfte
gemessen werden können. Werden die Kräfte unter einer zeitlichen
Komponente betrachtet, so kann der Impuls p (Produkt aus Masse m und
seiner Geschwindigkeit v), unter bestimmten Bedingungen auch die Arbeit
(Produkt aus Kraft mal Weg) und die Leistung (Quotient aus Arbeit und
der dazu benötigten Zeit) berechnet werden. Die Kenntnis der äußeren
Kräfte ist die Voraussetzung zur Ermittlung der inneren Kräfte.
Bewegungen sind
immer Ortsveränderungen von Körpern in Raum und Zeit. Dies
setzt voraus, dass die Bewegung (Teilbewegung) in bezug zu einem anderen
Körper (dem Bezugssystem) beschrieben und beobachtet wird. Somit
gibt es keine absoluten Bewegungen. Nach dem geometrischen Verlauf der
Bewegung können fortschreitende Bewegungen (translatorische Bewegungen)
und Drehbewegungen (rotatorische Bewegungen) unterschieden werden. Nach
dem zeitlichen Verlauf werden gleichförmige und ungleichförmige
Bewegungen unterschieden. Die gleichförmige Bewegung erfolgt mit
konstanter Geschwindigkeit, die ungleichförmige Bewegung hat eine
veränderliche Geschwindigkeitscharakteristik. In der biomechanischen Anthropometrie werden Messverfahren zusammengefasst, die die folgenden mechanischen Eigenschaften des Bewegungsapparates bestimmen:
Als Elektromyographie
(EMG) bezeichnet man die Registrierung und Aufzeichnung der bei der
Muskelaktivität entstehenden elektrischen Phänomene (von "myos"
= Muskel und "graphie" = schreiben, Aufzeichnung). Die konkrete
Erhebung der Elektromyogramme basiert auf der Ableitung der Aktionspotentiale
von der Hautoberfläche (Oberflächenmyographie) oder aus dem
Muskelinneren (Nadel- oder Drahtelektromyographie). Die Analyse von
EMG-Signalen kann dabei auf qualitative und/oder quantitative Art erfolgen.
Bei der quantitativen Interpretation des EMG ist jedoch Vorsicht geboten.
umfassende Informationen zur Biomechanik
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